Vermögensbildung: Mehr Fonds wagen

Geht es nach dem BVI sollten Deutsche im Rahmen ihrer Vermögensbildung stärker auf Fonds als Geldanlage setzen. Zudem ruft der Branchenverband die Politik auf, die Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands mit Investmentfonds zu fördern statt zu hemmen.

Vermögensbildung: Mehr Fonds wagen

Irgendwie wollen sich Deutsche und Fonds respektive Aktien nicht miteinander anfreunden, wenn es um das Thema Vermögensbildung geht. Nicht ohne Grund sieht der BVI an dieser Stelle im Vergleich zu anderen Ländern noch Aufholpotenzial. So liegt der Anteil direkter und indirekter Aktionäre in der deutschen Bevölkerung bei 14 Prozent.

Im Gegensatz hierzu ist in den USA – insbesondere über das Modell der betrieblichen Altersversorgung – über die Hälfte der Bevölkerung direkt oder indirekt am Wirtschaftswachstum beteiligt. Der BVI plädiert daher „für eine kapitalmarktorientierte Altersvorsorge nach US-Vorbild.“ Dementsprechend wären regulatorische Maßnahmen in Deutschland, die zu einer weiteren steuerlichen Diskriminierung von Aktien oder zu einer Lenkungswirkung hin zu anderen Produkten führen würden, zweckwidrig anzusehen. Dazu BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter auf der Jahrespressekonferenz im Februar 2017: „Wertpapiersparen darf nicht benachteiligt werden.

Der BVI lehnt daher die Abschaffung der Abgeltungsteuer und die Wiedereinführung einer Eigenheimzulage ab.“ Grundsätzlich wäre es wünschenswert, wenn die Politik in Deutschland Fonds, mitsamt ihren Vorteilen für die Gesellschaft, künftig stärken würden, anstatt diese mit weiteren Regularien zu bremsen. „Fonds bringen das Kapitalangebot der Anleger mit der Kapitalnachfrage von Unternehmen und Staaten weltweit zusammen. Sie ermöglichen Wachstum und Innovation. Und sie sind das Rückgrat der Altersvorsorge in Deutschland“, so Richter. Inwieweit Verbraucher künftig mehr Investitionsbereitschaft in Fonds wagen werden, hängt dabei wesentlich von der politischen wie regulatorischen Weichenstellung ab. Das reiche laut BVI von der Finanzmarktpolitik bis zur öffentlichen Förderung.

Quelle: www.bvi.de