Finanzkompetenz: Deutsche überschätzen sich vielfach

Nicht selten kümmern sich Deutsche selbst um ihre Finanzangelegenheiten. Dank digitaler Möglichkeiten sollen Investments in Geldanlagen beziehungsweise Versicherungen betreffend Abwicklung zudem noch simpler werden.

Finanzkompetenz: Deutsche überschätzen sich vielfach

Doch sind Deutsche beim Thema Finanzkompetenz längst nicht so sattelfest, wie sie sich selbst gerne sehen. Dies zeigen Ergebnisse einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken.

Wie die Umfrageergebnisse des Bankenverbands aufzeigen, schenken Deutsche Wirtschaftsthemen durchaus Beachtung. Beinahe jeder zweite Teilnehmer erklärte gar ein starkes oder sehr starkes Interesse an dieser Stelle zu zeigen. Einhergehend hierzu glauben zudem 75 Prozent, dass sie sich gut in Finanzangelegenheiten auskennen würden. Wie weitere Studienergebnisse indes aufzeigen, hält diese Selbsteinschätzung dem nachgefragten Finanzwissen kaum stand. Demnach verfügen aktuell mehr als 60 Prozent der Teilnehmer über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. Zum Vergleich: 2014 lag die Quote noch bei 56 Prozent.

„Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität“, sagte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage. So musste jeder zweite Teilnehmer eingestehen, keine Ahnung davon zu haben, was an den Börsen geschieht. 44 Prozent konnte zudem nicht beantworten, was ein Investmentfonds ist. Beinahe 60 Prozent ist die „Gesetzliche Einlagensicherung“ gänzlich unbekannt gewesen und über ein Viertel der Befragten (26 Prozent) konnte mit dem Begriff Inflation nichts anfangen. Immerhin jeder zweite Teilnehmer nannte in etwa die Höhe der aktuellen Inflation.

„Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat“, so Krautscheid. Heikel zudem, dass sich gerade Menschen unter 30-Jahren weiterhin durch eine geringere Finanzkompetenz auszeichnen. „Wenn dies in späteren Lebensphasen nicht mehr aufgeholt werde, bestehen schlechte Voraussetzungen, die eigenen Finanz- und Vorsorgeentscheidungen richtig zu treffen“, heißt es hierzu in der Pressemeldung des Bankenverbands.

Quelle: www.bdb.de

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Tanja Beller Pressesprecherin Bankenverband
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