Gesundheitsausgaben steigen weiter

Das Pflegestärkungsgesetz zeigt Wirkung: So sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland im letzten Jahr gegenüber 2016 unverkennbar angestiegen. Hierüber informiert das Statistische Bundesamt (Destatis).

Eine neue Rekordmarke wurde hinsichtlich der Gesundheitsausgaben in Deutschland geknackt. So erreichte der Aufwand im letzten Jahr erstmals die bemerkenswerte Marke von mehr als einer Milliarde Euro pro Tag. Prognosen von Destatis zeigen weiter, dass man für 2017 von Gesundheitsausgaben in Höhe von 374,2 Milliarden Euro ausgeht – somit ein Anstieg gegenüber 2016 um 4,9 Prozent. Dies entspricht einem Anteil von etwa 12 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Laut Destatis sei das dritte Pflegestärkungsgesetz als Grund für die beschleunigte Wachstumsrate in 2017 anzunehmen. Zum Vergleich hierzu lag der Anstieg zwischen 2015 und 2016 bei 3,8 Prozent und führte zu Kosten in Höhe von 356,5 Milliarden Euro. Dies bedeutet, dass seiner Zeit 11,3 Prozent des BIP für die Gesundheit der Bürger bezahlt wurde.

Zumeist werden die Ausgaben über die Sozialversicherungsbeiträge finanziert: 112,4 Milliarden Euro stammten etwa im Jahr 2016 von Arbeitnehmern und 81,6 Milliarden Euro von Arbeitgebern im Rahmen der gesetzlichen Versicherungsbeiträge. Hinzu kamen 51,8 Milliarden Euro der Finanzierungen von staatlichen Transferleistungen. Im weltweiten Ländervergleich liegt Deutschland mit seinen Gesundheitsausgaben pro Einwohner in der Spitzengruppe. Nicht jedoch beim Thema Lebenserwartung: Hier liegt man im OECD-Vergleich mit 80,7 Jahren bei Neugeborenen gerade einmal im Mittelfeld.

Quelle: www.destatis.de

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Stefan Brungs
Statistisches Bundesamt
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