Baufinanzierung: Kreditnehmer favorisieren lange Zinsbindung

Die zuletzt leichten Zinsunruhen – bei trotz alledem anhaltender Niedrigzinsphase – haben möglicherweise dazu beigetragen, dass Deutsche im März 2018 eine äußerst lange Zinsbindung für ihre Hauskredite bevorzugt haben. Darauf weist die Datenanalyse des Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB) für den März 2018 hin.

Mit Blick auf die Zinsentwicklung brachte das neue Jahr ein wenig Unruhe in den Baufinanzierungsmarkt. Nachdem die Zinsen lange Zeit konstant auf niedrigem Niveau verweilten, stiegen sie zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 spürbar an. Dieser Aufwärtstrend setze sich im März 2018 laut DTB jedoch nicht fort. In diesem Sinne rechnet Dr. Klein bezüglich der Standardrate für ein Baudarlehen vor, dass diese für ein Immobilienkredit in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf im März analog wie im Vormonat bei 470 Euro lag.

Parallel hierzu hat sich jedoch die durchschnittliche Sollzinsbindung deutlich verändert: Mit 14 Jahren liegt sie im März nochmals höher als im Februar (13 Jahre und 11 Monate). Zuletzt konnte der DTB eine derart hohe Quote im Oktober 2016 vermelden. „Damit entscheiden sie sich für eine langfristige Planbarkeit. Das bedeutet außerdem, dass nach Ende der Finanzierungsrunde ein größerer Anteil des Darlehens getilgt ist als bei einer kürzeren Zinsbindung. Somit fällt der Anschlusskredit niedriger aus – sofern noch einer nötig ist“, heißt es hierzu in der Dr. Klein-Pressemeldung.

Zudem legt auch die Darlehenshöhe um 1.000 Euro gegenüber dem Vormonat weiter zu. Sie liegt nun in der Mitte bei 213.000 Euro. Seit Mitte 2017 bewegt sich dieser Wert in der Regel über der 200.000-Euro-Grenze. Der Tilgungssatz wiederrum ist um 0,03 auf 2,86 Prozent gefallen und bleibt somit weiterhin auf durchaus hohem Niveau. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf beträgt stattdessen 79,86 Prozent (Februar: 79,74 Prozent). Hinsichtlich der Darlehensarten favorisieren Kreditnehmer weiterhin die Vorteile der klassischen Annuitätendarlehen, wenngleich ihre Quote im März gegenüber Vormonat leicht um 0,86 auf 78,86 Prozent rückläufig war. Weit abgeschlagen folgen Nachfragen nach Forward-Finanzierungen mit 11,84 Prozent (Februar: 11,36 Prozent), KfW-Darlehen mit 4,76 Prozent (Februar: 4,84 Prozent) und variablen Darlehen mit 0,99 Prozent (Februar: 1,14 Prozent).

Quelle: www.drklein.de

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