Nur jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist auf neues Datenschutzrecht vorbereitet

Erschreckend wenig kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben sich bis dato auf das neue europäische Datenschutzrecht entsprechend eingestellt. Dies zeigen Ergebnisse einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde.

In gut einem Monat startet die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) mitsamt neuen Regulationen. Auf die hiermit einhergehenden Herausforderungen haben sich indes nur die wenigsten KMU vorbereitet. Wie Resultate einer Forsa-Umfrage zeigen, hat etwa ein Fünftel der mittelständischen Unternehmen bereits etwas von den kommenden Regulationen mitbekommen, sich aber noch nicht intensiv damit beschäftigt. Gut ein Drittel der befragten Entscheider teilten gar mit, dass man das Thema im Unternehmen bis dato noch nicht „richtig“ mitbekommen und sich folglich auch nicht auf kommende Änderungen vorbereitet habe. Als Gründe für das Versäumnis geben Unternehmen unter anderem an, dass ihnen bis jetzt die notwendigen Informationen (35 Prozent) als auch Zeit (31 Prozent) fehlten, um notwendige Entscheidungen betreffend DSGVO zu treffen. „15 Prozent der Betriebe wollen erst abwarten, wie sich andere Unternehmen auf die Datenschutzgrundverordnung vorbereiten“, heißt es zudem in der GDV-Pressemeldung.

Mit Blick auf das DSGVO zeigen die Umfrageergebnisse schlussendlich, dass nach Einschätzung der Unternehmensentscheider gerade einmal jedes fünfte KMU grundsätzlich gut informiert beziehungsweise gewappnet ist oder gegebenenfalls aufgrund neuer Anforderungen noch Änderungen vornehmen möchte. Anknüpfend an das Ergebnis fasst Peter Graß, Cyberversicherungsexperte des GDV, zusammen: „Die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen nimmt den Datenschutz immer noch auf die leichte Schulter.“ So fehlten laut GDV oft Regeln zum Umgang mit sensiblen Informationen, auch die IT-Technik sei häufig lückenhaft. „Ohne ausreichende Schutzvorkehrungen drohen den Unternehmen hohe wirtschaftliche Schäden, etwa infolge von Cyberangriffen oder aufgrund staatlicher Bußgelder“, mahnt Graß.

Quelle: www.gdv.de

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Simon Frost
Pressesprecher
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