Rentenversicherung: Höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen zahlt sich aus

Sollte sich die Erwerbstätigenquote sowie regelmäßige Wochenarbeitszeit bei Frauen in den kommenden Jahren deutlich steigern, würde das einen erheblichen Einfluss auf Rentenniveau sowie Beitragssatz mit sich bringen. Dies zeigt eine Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Rentenversicherung: Höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen zahlt sich aus

Jüngst untersuchten Forscher des Prognos-Instituts, in welcher Form sich Rentenniveau sowie Beitragssatz entwickeln könnte, wenn sich die Erwerbstätigenquote bei Frauen in den kommenden Jahren steigern sollte. Mit Bezug auf das vorgegebene Jahr 2050 gingen die Experten bei Frauen mit Kindern unter 18 Jahren von einer Erwerbstätigenquote in Höhe von 85,5 Prozent aus (aktuell 66,9 Prozent). Zudem wurde in der Modellrechnung die Wochenarbeitszeit von derzeit 26,3 auf 29,6 Stunden angehoben. Im Ergebnis würde sich bei einem solchen Szenario das Rentenniveau um 0,7 Punkte auf 41,6 Prozent erhöhen. Im Umkehrschluss würde der Beitragssatz von 44,1 auf 23,6 Prozent fallen.

Es zeigt sich demnach, dass eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen die Beitragszahler bis ins Jahr 2050 um 190 Milliarden Euro entlasten würde. Einhergehend hierzu könnte der Staat 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen haushalten. „Eine stärkere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt leistet einen erheblichen Beitrag zur Stabilisierung der Rentenfinanzen“, sagt Oliver Ehrentraut, Vize-Direktor von Prognos. Zudem werde der Fachkräftemangel etwas entschärft und ein stärkeres Wirtschaftswachstum ermöglicht – dank niedrigerer Beitragssätze für die Rentenversicherung. „Dadurch haben die Beschäftigten wiederum größere Spielräume für die private Altersvorsorge“,so Ehrentraut.

Quelle: www.gdv.de

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Christian Ponzel
Pressesprecher
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