Altersarmut: Furcht ja, Vorsorge nein

Wie eine umfassende Studie der Nürnberger Versicherung in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut aufzeigt, hat die so genannte Generation Y (Gruppe der heute 16- bis 35-Jährigen) durchaus Angst vor Altersarmut und zeigt Skepsis gegenüber der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente. Entsprechende Altersvorsorge betreiben derweil nur die wenigsten der Millennials.

Altersarmut: Furcht ja, Vorsorge nein

Die Angst vor Terrorismus treibt die Generation Y um. 58,8 Prozent der Befragten erklärten hierbei in einer Studie der Nürnberger Versicherung ihre Furcht vor Terroranschlägen und den Folgen hieraus. Mit 50,4 Prozent bereits unmittelbar dahinter folgt die Bangigkeit vor etwaiger Altersarmut in der Zukunft. Auch möglicherweise fehlende Absicherungen oder nicht verfügbare Rücklagen im Alter beunruhigen die 16 bis 35 Jahren (40,5 Prozent) ebenso wie die Angst vor lebensbedrohlichen Risiken, die von schweren Krankheiten ausgehen können (38,7 Prozent).

Ein Faktor für die Furcht vor Altersarmut ist teils fehlendes Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. 36,2 Prozent erläutern in diesem Zusammenhang, dass die Rente sowieso langfristig unberechenbar ist. 34 Prozent sind der Ansicht, dass sie keine Ahnung darüber haben, wie hoch ihre staatliche Rente sein wird. „37,8 Prozent der Befragten fordern, der Staat müsse das Rentenniveau langfristig so sichern, dass auch die jüngere Generation nennenswerte Leistungen im Ruhestand erwarten darf“, heißt es zudem in der Pressemeldung der Nürnberger Versicherung. Demgegenüber verlangen 29,6 Prozent gar, dass die Politik die gesetzliche Rente grundlegend überholen solle.

Trotz der Furcht vor Altersarmut sowie der Sorge davor, im Notfall keine finanzielle Absicherung zu haben, baut unlängst nicht jeder der Generation Y auf entsprechende Rücklagen. So sparen derzeit nur 45,8 Prozent der Befragten regelmäßig Geld für später an. Zudem investieren 20 Prozent aller befragten Teilnehmer in Anlagen wie etwa Immobilien oder Wertpapiere. Ebenso viele erklärten gar, dass sie ihrer Meinung nach immer so viel Geld verdienen werden, dass sie davon auch im Alter leben können. „Ihr künftig steigendes eigenes Einkommen macht die jetzige Bildung von Rücklagen überflüssig – meinen sie“, heißt es hierzu in der Pressemeldung der Nürnberger Versicherung. Am höchsten ist der Anteil indes bei Beamten (30,8 Prozent) sowie Selbstständigen (27,6 Prozent).

Darüber hinaus sagen 17 Prozent, kein Geld für den Rücklageaufbau zu besitzen. 14,3 Prozent geben ihr Geld lieber heute aus, da sie nicht wissen, was später kommt. 12,6 Prozent schätzen aktuell das Sparen hinsichtlich der anhaltenden Niedrigzinsphase für sinnlos ein und 10,7 Prozent erklärten in diesem Zusammenhang, dass sie die Altersvorsorgeangebote nicht verstehen.

Quelle: www.nuernberger.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Ulrich Zeidner
Pressesprecher
NÜRNBERGER Versicherung
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