Berufstätige fürchten sich vor KI

Eine Vielzahl von Arbeitnehmern in Deutschland bereitet das Thema Künstliche Intelligenz (KI) große Sorgen. Insbesondere jüngere Arbeitnehmer zeigen an dieser Stelle großen Respekt und sind sich unschlüssig darüber, inwieweit KI künftig reelle Konkurrenz oder berufliche Unterstützung sein wird. Das zeigt die Studie "Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz 2018" des IMWF Instituts für Management und Wirtschaftsforschung und des Marktforschungsinstituts Toluna.

Nach Automatisierung und Digitalisierung folgt mit der KI eine weitere undurchsichtige Anforderung für Arbeitnehmer. Welche Folgen haben demnach selbstfahrende Autos für Bus- oder Taxifahrer oder auch mitdenkende sowie prozessoptimierende IT-Tools für den künftigen Stellenwert von Verwaltungssachbearbeitern, Ärzten, Anwälten oder Lehrern? Auch wenn sich die endgültigen Auswirkungen hierzu allenfalls mutmaßen lassen, ist bereits sicher davon auszugehen, dass die Arbeitswelt aufgrund des technischen Fortschritts in Sachen KI zweifelsohne einem fundamentalen Wandlungsprozess unterlegen sein wird.

In diesem Zusammenhang sollte Digitalisierung wie auch KI idealerweise das Gros der Beschäftigten unterstützen. Diesen Eindruck teilen vielzählige Arbeitnehmer jedoch bei weitem nicht. Wie Resultate aus der Studie "Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz 2018" deutlich machen, blickt jeder zweite Berufstätige den kommenden Veränderungen im Arbeitsleben durch KI mit Sorgen entgegen. Insbesondere jüngere Arbeitnehmer sehen das Thema mit Skepsis. So zeigen 56 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren großes Misstrauen an dieser Stelle. Zum Vergleich: In der Gruppen der 40- bis 49-Jährigen beziehungsweise ab 60-Jährigen liegt dieser Prozentwert stattdessen bei 48 sowie 44 Prozent.

Infolgedessen wird KI bei den Berufstätigen vielfach als eine undurchschaubare und mögliche gefährliche Bedrohung angesehen. Über die Hälfte der Befragten sieht KI als billige Konkurrenz zum eigenen Job an. 41 Prozent schätzen die KI-Anwendungen als reelle Gefahr hinsichtlich Verlust des eigenen Arbeitsplatzes ein. Weit über ein Drittel ist der Ansicht, dass KI individuelle, kreative oder außergewöhnliche Lösungen für Aufgaben unmöglich macht. Allgemein teilen 63 Prozent das Fehlen einer "menschlichen Komponente" bei KI-Anwendungen als Grund für ihre Befürchtungen mit. Auf der anderen Seite machen sich 36 Prozent aller Arbeitnehmer relativ wenige Sorgen, wenn es darum geht, ob KI gravierende Veränderungen im Arbeitsleben mit sich bringen.

Quelle: www.imwf.de

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