Gerade junge Menschen favorisieren Bankberatung anstatt Roboterlösung

Wie die aktuelle Postbank Digitalstudie 2018 zeigt, bevorzugt das Gros der Deutschen in Sachen Anlageberatung die klassische und zugleich moderne Beratung in der Bankfiliale.

Gerade junge Menschen favorisieren Bankberatung anstatt Roboterlösung

Bankfilialen werden abgebaut, Mitarbeiter entlassen. Erst jüngst hat der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) mitgeteilt, dass die Zahl der Beschäftigten im deutschen Kreditgewerbe im Jahr 2017 um 3,8 Prozent auf 586.250 gesunken ist (Vorjahr: 609.100). Unlängst haben Banken, Sparkassen und Co. auf das Trendthema Digitalisierung sowie auf ein in Richtung Internet verändertes Kundenverhalten mit entsprechenden IT-Lösungen reagiert. Folglich werden zunehmend digitale beziehungsweise mobile Lösungen dem Kunden zur Verfügung gestellt, die zielgerecht unterstützen sollen.

Doch wünscht sich ein Kunde überhaupt den vollständigen mobilen Weg? Nicht wirklich, wenn man auf die Ergebnisse einer aktuellen Postbank Studie schaut. Denn obwohl das Internet als Informationsbrunnen für die Deutschen immer wichtiger wird, zieht es Bankkunden in Sachen Anlageberatung zuallererst zur Hausbank. „Ob Festgeldkonto, Baufinanzierung oder Wertpapier – bei allen Anlageprodukten steht der persönliche Bankberater als Abschlusskanal an erster Stelle“, heißt er hierzu in der Postbank Pressemeldung.

Die modernen Robot-Advisor-Lösungen werden stattdessen als Geldanlageoption weitaus weniger in Anspruch genommen als die klassischen Beratungswege. Gerade einmal vier Prozent der Bankkunden teilten an dieser Stelle mit, dass man auf diese digitale Lösung setzt. „Weitere acht Prozent können sich immerhin vorstellen, diese Technologie in den nächsten zwölf Monaten auszuprobieren. Ein knappes Drittel ist nicht uninteressiert, plant aber keinen Selbsttest“, informiert die Postbank innerhalb ihrer Pressmeldung.

Bemerkenswerterweise sind es gar bei der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen vier von fünf Befragte, die den Weg zum Bankberater suchen, wenn sie Unterstützung betreffend Finanzprodukte benötigen. Zum Vergleich: Bei der Altersgruppe der über 35-Jährigen liegt diese Quote bei 76 Prozent. „Junge Menschen nutzen das Internet wie selbstverständlich, um sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen, bevorzugen bei wichtigen Entscheidungen aber den direkten Austausch mit fachlich kompetenten Personen - und das mehr noch als ältere Generationen", sagt Thomas Mangel, Chief Digital Officer von der Postbank.

Darüber hinaus sind Deutsche beim Thema Geldanlagen grundsätzlich eher konservativ ausgerichtet. Rund jeder zweite verfügt über ein Sparbuch, ein Drittel hat ein Tagesgeldkonto, 28 Prozent besitzen eine Lebensversicherung beziehungsweise 27 Prozent einen Bausparvertrag. Stattdessen ist gerade einmal jeder fünfte Deutsche im Besitz von Aktien, jeder fünfte besitzt oder finanziert mindestens eine Immobilie. Demgegenüber teilten drei Prozent der Befragten mit, dass sie in kryptische Währungen (wie etwa Bitcoins oder Ethereums) investiert haben.

Quelle: www.postbank.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Tim Rehkopf
Pressesprecher Postbank
Tel.: 0228 920 12104
Mail: tim.rehkopf@postbank.de