Rentenproblem sollte nicht durch Steuererhöhungen gelöst werden

Laut aktueller Pressemeldung spricht sich das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) gegen mögliche Steuererhöhungen aus, die aufgrund des Vorstoßes von Bundesfinanzminister Olaf Scholz hinsichtlich einer Garantie des Rentenniveaus bis 2040 mutmaßlich nötig wären.

Rentenproblem sollte nicht durch Steuererhöhungen gelöst werden

Obgleich der Koalitionsvertrag bereits eine Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2025 bei 48 Prozent vorsieht, möchte Bundesfinanzminister Scholz eine weitere Modifikation in Sachen Renten gesetzlich implementieren. So erklärte er zuletzt, dass er noch in dieser Legislaturperiode eine Garantie des Rentenniveaus bis 2040 meistern möchte. Ein Vorschlag, der bei Experten des DIA nur ungläubiges Kopfschütteln auslöst. In diesem Sinne äußerte sich DIA-Sprecher Dieter Weirich, dass dieser Plan eine „unverantwortliche Vorfestlegung“ in Zeiten des demografischen Wandels sei.

Zusätzlich weise der Vorschlag von Scholz alternative Ideen – der von der Bundesregierung selbst eingesetzten Rentenkommission – ab und sei einhergehend hierzu „nur durch kräftige Steuererhöhungen“ zu finanzieren. Dies vor dem Hintergrund, dass Deutschland bereits heute die höchsten Sozialausgaben seit der Nachkriegszeit vorweist. Weitere finanzielle Stützen über Steuererhöhungen wären demnach kein nachhaltiger Schlüssel, um aktuelle wie kommende Probleme des bestehenden Rentensystems als Ganzes zu lösen.

Dementsprechend erklärte Weirich innerhalb der DIA-Pressmeldung: „Zu einer verantwortlichen Zukunftsgestaltung im tiefgreifenden demografischen Wandel gehöre der Bruch bisheriger Tabus wie beispielsweise die Frage der Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Man dürfe deshalb auf die Ergebnisse der Rentenkommission für die Planung der Zeit nach 2025 gespannt sein.“

Quelle: www.dia-vorsorge.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Klaus Morgenstern
Deutsches Institut für Altersvorsorge
Mitglied des Sprecherkollegiums
Chefredakteur Dienste
Tel: 030 – 201 88 583
Mail: morgenstern@dia-vorsorge.de