Jüngere Menschen möchten früher in Rente gehen – viele Ältere hingegen nicht

Wer heute jung ist, scheint kein großes Interesse an der „Rente mit 67“ zu haben. Vielmehr möchten etliche aus dieser Zielgruppe bereits weit vor diesem Stichtag in den Ruhestand gehen. Ältere Menschen in Deutschland wiederum zeigen tendenziell weniger Interesse am frühzeitigen Rentenbeginn. Dies zeigen Resultate einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) für die DIA-Studie 50+.

Jüngere Menschen möchten früher in Rente gehen – viele Ältere hingegen nicht

Wie die Umfrageergebnisse zur DIA-Studie 50+ belegen, ist der Wunschtermin für den Rentenbeginn stark vom Alter abhängig: Umso jünger hierbei die Teilnehmer waren, desto früher wollten diese in Rente gehen. Diesbezüglich erklärte rund ein Viertel aus der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren, dass das gewünschte Renteneintrittsalter bei unter 60 Jahren liegt. Etwa 12 Prozent aus dieser Gruppe favorisieren gar einen Rentenbeginn vor dem 55. Geburtstag. „Wunsch und Wirklichkeit klaffen also ziemlich weit auseinander“, heißt es hierzu in der DIA-Pressemeldung.

Auf der anderen Seite halten ältere Umfrageteilnehmer eher wenig vom Rentenbeginn weit vor dem offiziellen Stichtag. Hierbei lässt sich die Tendenz ausmachen, dass mit steigendem Alter der Befragten, der Rententag gedanklich mehr in die Zukunft geschoben wird. „Allerdings liegt auch dann der Wunschtermin noch oft vor dem regulären Renteneintrittsalter“, informiert die DIA via Pressemitteilung.

Diesbezüglich halten 38 Prozent der 50- bis 59-Jährigen einen Renteneintritt vor dem 63. Geburtstag als passend. 19 Prozent aus diesem Teilnehmerfeld stimmten gar für einen Wunschtermin vor dem 60. Geburtstag. Stattdessen könnten sich 16 Prozent der Befragten zwischen 60 und 69 Jahren vorstellen, noch über das 67. Lebensjahr hinaus zu arbeiten. Bei den 70- bis 79-Jährigen liegt diese Quote gar bei 22,5 Prozent. „Offenkundig schätzen die Älteren die Fähigkeiten, länger zu arbeiten, deutlich anders ein, haben vielleicht sogar selbst Erfahrungen damit gemacht“, heißt es hierzu in der DIA-Pressemeldung.

Mit Bezug auf diejenigen Umfrageteilnehmer, die einen frühzeitigen Renteneintritt bevorzugen, ist zudem das Resultat interessant, dass fast ein Drittel aus diesem Kreis nichtsdestotrotz über die Rentengrenze hinaus im Beruf weiterarbeiten möchte. „Das widerspricht ein wenig dem Wunsch nach einem vergleichsweise frühen Renteneintritt. Der lässt eher wenig Bereitschaft zu längerem Arbeiten erwarten, zumindest in Relation zum gesetzlichen Renteneintrittsalter. Aber offenkundig haben etliche Befragte eine Kombination von Rente und Arbeit bei der Beantwortung dieser Frage im Kopf“, erklärt hierzu das DIA in seiner Pressemeldung.

Quelle: www.dia-vorsorge.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Klaus Morgenstern
Deutsches Institut für Altersvorsorge
Mitglied des Sprecherkollegiums
Chefredakteur Dienste
Tel.: 030 – 201 88 583
Mail: morgenstern@dia-vorsorge.de