38 Prozent vertrauen auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein funktionierendes Sehvermögen sowie ein klarer Verstand sind nach Ansicht der meisten Menschen in Deutschland die zentralen Grundfähigkeiten, die sie zur Ausübung ihres Berufes benötigen. Eine aktuelle Studie der Gothaer in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut zeigt, dass sich viele Bürger bewusst darüber sind, dass die eigene Arbeitskraft ausreichend abgesichert gehört. Eine entsprechende optimale Vorsorgelösung ist bei den meisten Berufstätigen allerdings dennoch nicht vorhanden.

38 Prozent vertrauen auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Sehen, denken, sprechen und hören lauten die vier körperlichen Grundfertigkeiten, die ein Berufstätiger laut Gothaer-Umfrage benötigt, um seinen Job ausüben zu können. Rund 65 Prozent sehen sich diesbezüglich nicht mehr in der Lage zu arbeiten, wenn sie nicht mehr sehen oder klar denken können. 55 Prozent beurteil zudem einen möglichen Verlust der Sprache und jeder zweite Teilnehmer die eine Einschränkung der Hörfähigkeit als Risiko. Ergänzend hierzu schätzen die Befragten ein „nicht mehr sitzen können“ (46 Prozent), „nicht mehr greifen können“ (43 Prozent) beziehungsweise „nicht mehr gehen können“ (40 Prozent) als wesentliche Einschränkungen in Bezug auf die eigene Berufsausübung ein.

In Zuge dessen vertritt jeder zweite Teilnehmer der Gother-Umfrage die Meinung, dass der Eintritt einer Depression oder anderer psychischer Erkrankungen eine derartig gravierende gesundheitliche Einschränkung mit sich bringen würde, dass man infolge nicht mehr arbeiten könnte. „Diese Sorge müssen wir als Versicherer ernst nehmen. Hier sind wir gefragt, nicht erst im Leistungsfall tätig zu werden, sondern auch schon im Sinne von Prävention unseren Kunden Angebote zu machen“, so Maike Gruhn, Leiterin Produkt- und Innovationsmanagement bei der Gothaer. Des Weiteren sehen die Befragten insbesondere die Auswirkungen eines Unfalls (47 Prozent) beziehungsweise einer Nervenerkrankung (45 Prozent) sowie eines körperlichen Schadens im Skelett- und Muskelbereich (41 Prozent) als berufsgefährdendes Risiko an.

Obgleich sich die Befragten bewusst darüber sind, wie wichtig die richtige Absicherung hinsichtlich eines möglichen Verlustes der Arbeitskraft ist, vertrauen mit rund 44 Prozent die meisten Verbraucher an dieser Stelle ausschließlich der gesetzlichen beziehungsweise privaten Krankenvollversicherung und verzichten auf gesonderte Vorsorgebausteine. „Damit wird der Vorsorgebedarf verfehlt, denn ausfallende Arbeitsentgelte können so nicht dauerhaft abgesichert werden. Die erste Lücke entsteht nach Ende der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Denn die anschließende Krankengeldzahlung durch die gesetzliche Krankenversicherung, die für 72 Wochen erfolgt, gleicht nur ca. 80 Prozent des Nettolohnes aus. Die zweite Lücke ergibt sich bei einer weiter andauernden Krankheit, denn die Erwerbsminderungsrente durch die gesetzliche Rentenversicherung zahlt noch weit weniger als das Krankengeld“ so Gruhn.

Doch gibt es auch Teilnehmer, die für den Fall, dass sie künftig einmal nicht mehr in der Lage sein sollten, den Beruf auszuüben, auf andere Lösungen anstatt Krankenversicherungsprodukte setzen. So erklärten 38 Prozent der Befragten im Besitz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu sein. Ein Drittel deckt sein gesundheitliches Risiko über eine private Unfallversicherung ab. 26 Prozent baut auf den eigenen Vermögensaufbau als Absicherung. Vereinzelt abgeschlossen haben die Befragten auch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung (16 Prozent), Krankentagegeldversicherung (14 Prozent), Grundfähigkeitsabsicherung (5 Prozent) sowie eine Dread-Disease-Vorsorge (2 Prozent).

Bemerkenswert an dieser Stelle: Geht es um die Suche nach der bestmöglichen Versicherungslösung erwartet nur ein Drittel der Berufstätigen eine individuelle Beratung durch den Vermittler. „Im Hinblick auf die Relevanz eines guten Beratungsgesprächs für Versicherte ist dieser Anteil überraschend klein. Frauen legen tendenziell größeren Wert auf ein individuelles Beratungsgespräch als Männer“, heißt es hierzu in der Gothaer-Pressemeldung. Vielmehr Wert legen die Verbraucher auf die Leistungsstärke der Gesellschaften. In etwa 62 Prozent fordern demnach von ihrer Versicherung zuallererst verlässlich finanzielle Leistungen und ein insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (57 Prozent).

Quelle: www.gothaer.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Sabine Essing
Presse und Unternehmenskommunikation
Gothaer Finanzholding AG
Tel.: 0221 308-34534
Mail: presse@gothaer.de