Naturgewalten: Sturm und Hagel führen zu den häufigsten Versicherungsschäden

Wie der GDV-Naturgefahrenreport unterstreicht, gehen alleine 90 Prozent aller Versicherungsschäden auf das Konto von Sturm- und Hageleinflüssen.

Naturgewalten: Sturm und Hagel führen zu den häufigsten Versicherungsschäden

Deutlich angestiegen sind die Versicherungsschäden beim Thema Naturgewalten in 2017: Diese lagen mit 2,9 Milliarden Euro um rund 400 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Bemerkenswert dabei ist es, dass alleine 2,6 Milliarden Euro und somit 90 Prozent aller Schäden auf die Naturgewalten Sturm und Hagel zurückzuführen sind. Zum Vergleich: In 2016 lag der Anteil bei Sturm- und Hagelschäden noch bei 1,6 Milliarden Euro. Zudem lag die Quote an diese Stelle noch bei etwa 65 Prozent. Demgegenüber lag der Anteil der Schäden aufgrund Starkregen und Hochwasser im letzten Jahr bei rund 300 Millionen Euro. Mit Bezug auf das Gesamtergebnis unterstreicht der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Wolfgang Weiler: „Wenige verheerende Stürme über weiten Teilen Deutschlands und viele lokale Unwetter mit Hagel und Starkregen prägen das Schadenjahr 2017. Es war erneut ein Jahr der extremen Ereignisse.“ Unterteilt man den Gesamtaufwand auf die Versicherungssparten, mussten Sachversicherer rund 2 Milliarden Euro für Schäden an Wohngebäuden, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft leisten. Zudem entfallen 860 Millionen Euro für Schäden an Fahrzeugen auf Kfz-Versicherte. Auch für das laufende Jahr ist bezogen auf die Schadenquote – speziell beim Thema Sturmfolgen – keine wesentliche Änderung zu erwarten: So schlagen die Stürme des Winters 2017/2018 bei den Wohngebäudeversicherern bereits mit über 1,2 Milliarden Euro zu Buche. „Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird“, so Weiler.

Quelle: www.gdv.de

Pressekontakt zu dieser Meldung
Kathrin Jarosch
Pressesprecherin
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